… nur in der Praxis absolut untauglich. Einer wissenschaftlichen These mit guten Argumenten zu widersprechen, stärkt bestenfalls die Diskussion unterschiedlicher Sichtweisen. Eine visuelle Darstellung hingegen legt den Finger schmerzlich in die Wunde, weil sie nicht nur die Gegenargumente, sondern auch das ganze technische Drumherum zeigt.
So ist z.B. diese, von den am Kap von Sorrent feldforschenden Archäologen rekonstruierte Hafenmole wirklich hübsch anzusehen. Keine Frage, die macht was her. Dass sie ohne westlich vorgelagerten Wellenbrecher absolut nutzlos ist, ließe sich vielleicht noch argumentativ darlegen. Viel interessanter und durch ein Video geradezu greifbar jedoch sind die schweren Fundamente der Mole.
Denn solche Fundamente wurden früher aus opus caementitiuim gefertigt, einer sehr robusten und selbst im Wasser aushärtenden Zementmischung, die nicht nur äußerst stabil, sondern auch äußerst haltbar ist. Mit einem Video lässt sich einfach zeigen, dass eine Mole dieser Größenordnung im Wasser riesige Betonklötze hätte hinterlassen müssen … von denen erstaunlicherweise jedoch jede Spur fehlt. Surprise, surprise.