Prompts statt Panik

Meine Mutter hat mich kürzlich gebeten, keine Bilder von ihr mehr öffentlich zu posten – und das respektiere ich. Deshalb habe ich mir von Google Gemini dieses Stellvertreterbild kreieren lassen, was die im folgenden beschriebene Szene super wiedergibt.

Ich bekam nämlich heute Morgen einen quietschvergnügten Anruf meiner Mutter, die mir stolz wie Oskar erzählte, dass sie ein technisches Problem, für dessen Lösung sie sonst immer ihre Söhne angerufen habe, mit Hilfe von ChatGPT allein habe lösen können. Ihr geliebtes Tablet, das sie am Küchentisch für alle digitalen Belange nutzt, wollte partout nicht mehr anspringen. Weder mit noch ohne Ladekabel, langes Drücken, kurzes Tippen, das Ding schien tot.

Sie hatte das Telefon schon in der Hand und wollte meinen Bruder anrufen, als ihr einfiel, dass ihre Söhne bei solchen Dingen doch immer Google Gemini oder ChatGPT um Rat fragen. Und wenn die das können, dann kann sie das doch wohl allemal! Also humpelte sie ins Obergeschoss, holte ihr Smartphone, öffnete die ChatGPT-App, die ich ihr dort vor langer Zeit mal installiert hatte, und schilderte ihr Problem.

Es hat wohl tatsächlich einige vergebliche Schleifen gedauert, bis die KI einen sachdienlichen Rat geben konnte. Aber meine Mutter hat daraus gelernt, dass das Ergebnis besser ausfällt, wenn man die Prompts genauer formuliert. Das ganze hat wohl fast eine halbe Stunde gedauert, doch am Ende lief das Tablet wieder. Und dann war sie so stolz, dass sie alle Welt anrufen musste, um von ihrem Lösungsweg zu erzählen.

Unglaublich, oder? Ich kann nur hoffen, dass auch ich in ihrem Alter noch so mutig und offen für die neue Technik sein werde, dass ich meine spezifischen Alltagsprobleme selbst gelöst bekomme. Echt stark!